Island-Fotoreise 2026
Am Flughafen Zürich mit viel Gepäck
Nach den Bildern, die wir letztes Jahr in Island realisierten, haben Freunde nachgefragt, ob wir sie mal nach Island “mitnehmen" würden. Nach einigem Nachdenken haben wir uns entschlossen, eine Reise zusammenzustellen, die zu einigen der Highlights dieser besonderen Insel führt. Das war in der Vorbereitung nicht ganz einfach, denn es braucht dafür geeignete Fahrzeuge, und die Auswahl der Unterkünfte im Landesinneren ist klein. Doch die Planung geht auf, und am 16. Juli fliegen Ursula und ich nach Reykjavik, um alles für die Gruppe vorzubereiten, die zwei Tage später in Keflavik landet.
Es geht los
Mit vier grossen Gepäckstücken checken wir in Zürich ein. Wir haben trotz Hitzewelle in der Schweiz die Winterbekleidung eingepackt, denn im Hochland kann die Temperatur selbst im Juli mal bis zur Nullgradgrenze fallen. Zudem nimmt Ursula viel Kochgeschirr mit – dann weiss sie, was sie dabei hat …
Unterwegs mit zwei Land Rover Defender
Im Hochland gibt es nur Naturstrassen und teilweise keine Brücken. Deshalb muss man mit geeigneten Fahrzeugen unterwegs sein. Als alte «Landy-Hasen» haben wir uns entschieden, zwei Land Rover Defender zu mieten. Wir kennen dieses Fahrzeug mit seinen Stärken und Grenzen. Hier eine kleine Zeitlupenstudie von einem unserer Defender bei einer Wasserdurchfahrt:
Eine tolle Gruppe
Wir sind kein Reiseveranstalter. Das hat den Vorteil, dass wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich kennen. Trotzdem ist es eine Herausforderung, 15 Tage so eng miteinander unterwegs zu sein. Jede Person bringt sich mit ihren Stärken ins Team ein, und so wird diese Reise für alle zu einem – im positiven Sinn – unvergesslichen Erlebnis.
Unsere Gruppe nach 15 Tagen gemeinsamer Reise
Fotooooh
Der Fokus liegt auf dem Fotografieren. Jeden Tag sind wir mit den Kameras unterwegs. Ich gebe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Tipps, um sie in ihren fotografischen Skills weiterzubringen. Von Tag zu Tag werden die Leute im Umgang mit ihrer Kamera sicherer, und bereits nach kurzer Zeit verlassen alle die Automatik-Funktion ihrer Kamera, um mit den Einstellparametern ihr Bild ganz bewusst zu gestalten. Die Einfachheit des bewussten Fotografierens zieht alle in ihren Bann …
So hat jede und jeder eigene Bilder in ihrer/seiner persönlichen Bildsprache realisiert. Hier ein paar Favoritenbilder, die ich gemacht habe:
Die wahren Reisehelden
Meine persönlichen «Reise-Heroes» sind die Fahrradfahrer. Bei Wind und Wetter auf Schotterpisten unterwegs, barfuss durch Flüsse, bei Eiseskälte das Zelt aufstellen – da muss man schon sehr angefressen und auch ein wenig verrückt sein. Aber alle Fahrradfahrer, die wir treffen, strahlen viel Freude aus – und sie haben auch nichts dagegen, wenn wir ein paar Fotos von Ihnen machen …
Andere Zweiradfahrer sehen wir auch – nicht minder spektakulär unterwegs, aber nicht ganz so «basic» wie die Fahrradfahrer …
In anderen Formaten denken
Der Sensor gibt uns in der Regel ein Seitenverhältnis von 3:2 vor, in seltenen Fällen 4:3. Ich ermutige die Gruppe, sich von diesem Format zu lösen und in anderen Formaten zu denken. Hier in Island bietet sich vor allem das Panoramaformat an, das man mit einem Weitwinkelobjektiv und Beschneiden oder mit einem Stitch realisieren kann. Beim Stitchen fotografiert man die Landschaft in Abschnitten – vorzugsweise im Hochformat – und setzt diese Bilder dann in einer Software wie beispielsweise Adobe Lightroom zu einem Panorama zusammen. So erhält man ein querformatiges Bild in sehr hoher Auflösung. Hier einige Beispiele aus meiner Kamera:
Mit einem feinen Essen im Apotek-Restaurant beschliessen wir die Zeit auf der Insel des Feuer und Eises. Nach zwei Wochen ist es ganz ungewohnt, wieder in den Alltag zurückzukehren. Alle sind sich einig: Die Reise war ein Hit, und Island ist immer eine Reise wert. Zum Schluss noch ein paar Impressionen unseres Fotografier- und Lagerlebens:
Die eigentliche Heldin unserer Reise ist meine Frau Ursula. Sie kocht für alle, kauft unterwegs ein und steuert ganz nebenbei noch einen der beiden Landys. Ohne sie wäre diese Reise nicht möglich gewesen.
Hjartans þakkir, kæra Úrsula.